Wir über uns


Portrait des Verbandes
Als der Verband Freier Berufe in Bayern im Jahr 2010 sein 60-jähriges Bestehen feierte, konnte er bereits auf eine eindrucksvolle Bilanz verweisen: Starke Kammern und Verbände, große und kleine, aus dem Gesundheitssektor, den rechts- und steuerberatenden Berufen, den planenden, technischen und naturwissenschaftlichen Disziplinen sowie den Bildenden Künstlern bildeten eine wichtige Plattform des interprofessionellen Dialogs und der politischen Aktion – seit 1964 wissenschaftlich begleitet vom Institut für Freie Berufe (IFB) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Präsenz in Politik und Wirtschaft
Auch heute liegen die Schwerpunkte der Verbandsarbeit in der aktiven Mitwirkung am politischen Willensbildungsprozess sowie in der Vernetzung der Mitgliedsorganisationen. Das zehnköpfige Präsidium ist in vielen Bereichen präsent, vom Landesplanungsbeirat bis zum Medienrat, vom Rundfunkrat über den Beirat beim Landesbeauftragten für den Datenschutz bis in den Gremien der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), zu deren Mitgliedern der Verband seit 1971 zählt. Auch in Ausschüsse und Präsidium des Bundesverbandes Freier Berufe (BFB) bringt sich Bayern mit ein.

Freie Berufe beziehen Position
Die jährliche Delegiertenversammlung bezieht zu Grundsatzfragen Position. 2001 hat der Verband in seinen Münchner Thesen „Freie Berufe in Bayern: Freiheit in Verantwortung“ zu Kernfragen der Freiberuflichkeit Stellung bezogen. Dazu gehört auch ein Bekenntnis zu Europa. In Zeiten der Globalisierung muss die wirtschafts- und sozialpolitische Kompetenz der Freien Berufe sowie deren Wahrnehmung von Gemeinwohl- und Verbraucherschutzinteressen stärker in den Dialog der Europäischen Union einfließen. Dabei gilt, dass die Besonderheiten freiberuflicher Tätigkeiten durch Eingriffe der Europäischen Kommission nicht nivelliert werden dürfen.

Kontaktpflege, Information und Kommunikation
Information und Kommunikation bietet der eigene Internetauftritt (www.freieberufe-bayern.de) und ein monatlich erscheinender Newsletter mit Meldungen aus den Mitgliedsorganisationen sowie kritischen Stellungnahmen zu aktuellen Vorgängen in der Politik. Die vierteljährlich erscheinenden vfb-informationen gehen auch an politische Mandatsträger. Der Kontaktpflege zu diesem Personenkreis dient der Parlamentarische Abend, der im turnusmäßigen Wechsel zum „Tag der Freien Berufe“ stattfindet.

Ehrenpreisvergabe für besondere Verdienste
Seit 2006 wird ein Ehrenpreis für besondere Verdienste um die Freiberuflichkeit vergeben. Mit der Auszeichnung soll auch der Blick der Öffentlichkeit auf die wichtigen Aufgaben der Freien Berufe im Dienste des Gemeinwohls gelenkt werden.

Brückenschlag zwischen Kunst und Wirtschaft
Gerade die Kunst bildet ein wichtiges Elixier für die Vernetzung der Mitgliedsorganisationen: Jedes Jahr öffnen Bayerische Landeszahnärztekammer und Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns im Sommer die Pforten des Münchener Zahnärztehauses für einen „Brückenschlag“ – so der beziehungsreiche Name einer Skulpturenausstellung im Garten und einer Bildergalerie in der Fortbildungsakademie – zu den Bildenden Künstlern.

Klares "Ja" zu Kammern als Interessenvertretung
Zur Ausrichtung des VFB zählt ein klares Bekenntnis zu den Kammern. Die Berufsausübung der Freien Berufe wird in hohem Maße durch die berufsständische Selbstverwaltung unterstützt. Selbstverwaltung unterliegt der Aufsicht des Staates. Dieser ist aufgefordert, im Rahmen der Deregulierung zusätzliche Aufgaben auf die berufsständische Selbstverwaltung zu übertragen und Spielräume für die Erfüllung vielfältiger Aufgaben zu belassen. Diese Spielräume wird der Verband auch künftig nutzen, um gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen die Interessen der Freien Berufe gegenüber Politik und Gesellschaft zu vertreten.