VFB im Austausch mit der CSU- Fraktion

VFB und CSU in gutem Dialog - Unterstützung in vielen Bereichen zugesichert  

Erdrückende Bürokratielasten, Nachwuchssorgen, zunehmende Kommerzialisierung der Freien Berufe, Stillstand bei der Aktualisierung der Gebührenordnungen oder sogar Kürzungen wie bei der Vergütung psychotherapeutischer Leistungen – VFB-Präsident Dr. Thomas Kuhn beschrieb den CSU-Abgeordneten die aktuelle Lage der Freien Berufen als kritisch. Er würde sich von Gesellschaft und Politik mehr Wertschätzung der Freien Berufe und deren Leistungen für das Gemeinwohl wünschen. Stattdessen würden die Freien Berufe oftmals außen vor gelassen, so aktuell bei der Aktivrente, welche die Arbeitnehmerseite stark begünstigt. 

Die Freien Berufe dürfen sich allerdings der Unterstützung der CSU bei vielen wichtigen Themen sicher sein. Dies wurde bei dem Austausch am 16. April 2026 im Bayerischen Landtag erneut deutlich. Über die wichtige Bedeutung der Freien Berufe in der Daseinsvorsorge sowohl in der Stadt, aber vor allem auch auf dem Land, waren sich alle einig. Es brauche Anreize um junge Menschen zur Niederlassung zu bewegen. Die Einbeziehung der Freien Berufe in die Aktivrente sei hierbei auch ein Baustein. Auch die CSU sieht die zunehmende Übernahme durch gewerbliche Anbieter kritisch und unterstützt die Forderung der Freien Berufe, dass wirtschaftliche Interessen nicht vor Patienten- oder Mandanteninteressen kommen. Hierfür fordern die Freien Berufe eine Stärkung des Fremdbesitzverbots und Unterbindung von Umgehungskonstruktionen, wie diese aktuell bei den Steuerberatern stattfinden.

Die Vergabe von Ingenieur- und Architektenleistungen bei öffentlichen Bauten wurde ebenfalls diskutiert. Denn die zunehmende Verdrängung der freiberuflich tätigen Architekten und Ingenieure durch Totalunternehmer wird von Architekten und Ingenieuren mit großer Sorge gesehen. Eine losweise Vergabe und der Erhalt des Prinzips der Trennung von Planen und Bauen wurden als wichtige Schwerpunkte vorgebracht.

Zum aktuellen Thema Verfassungsschutzprüfung im Kulturbereich wurde Besorgnis um die kulturelle und künstlerische Freiheit geäußert. Hier soll der Dialog zwischen CSU und VFB fortgesetzt werden.      

Mit dabei bei dem Austausch im Bayerischen Landtag waren Dr. Thomas Kuhn (VFB-Präsident), Dr. Markus Beck (1. VFB-Vizepräsident), Prof. Dr. Hartmut Schwab (VFB-Vizepräsident), Alexandra Heese (VFB-Vizepräsidentin), Dr. Bruno Waldvogel (VFB-Vizepräsident), Eva Maria Reichart (VFB-Vizepräsidentin), Alexander Lyssoudis (VFB-Vizepräsident), Dr. Andrea Albert (VFB-Vizepräsidentin), Christian Schnurer (VFB-Vizepräsident) und Julia Maßmann (VFB-Geschäftführerin).   

Wir danken den Abgeordneten der CSU im Bayerischen Landtag sehr herzlich für ihr Engagement und den konstruktiven Austausch. Wir bleiben im Gespräch!


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