VFB legt Strukturpaket vor

Der Verband Freier Berufe in Bayern (VFB) legt vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Corona-Krise auf Gesundheit, Gesellschaft und Wirtschaft ein Strukturpaket auf. Es geht um langfristige strukturelle Maßnahmen für eine Neuausrichtung der Politik. In einem 9-Punkte-Programm fordert der VFB mit seinen 34 Mitgliedsverbänden und –kammern eine bessere Förderung der kleinteiligen Strukturen, die, wie es die Krise gezeigt hat, ihre Stärken für das Gemeinwohl in der Fläche haben.

Im ersten Teil des Strukturpakets sind Schwerpunkte erarbeitet worden, die die Freien Berufe gleichermaßen fordern. Die einzelnen Vorschläge der VFB-Mitglieder finden sich im zweiten Teil.

Wirtschaftliche Folgen der Corona-Pandemie

Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) hat zu den wirtschaftlichen Folgen der Corona Pandemie eine repräsentative Umfrage durch das Institut für Freie Berufe (IFB) unter mehr als 2.600 selbstständigen Freiberuflern durchführen lassen. Die wichtigsten Erkenntnisse dieser Umfrage stehen in der nachfolgenden Pressemitteilung zum Download bereit.

Konjunkturpaket – Drohender Bürokratieaufwand

Der Verband Freier Berufe in Bayern e.V. (VFB) hat in einer Schnellumfrage seine Mitglieder befragt, bei welchen im Konjunkturpaket beschlossenen Maßnahmen unverhältnismäßiger und/oder zusätzlicher bürokratischer Aufwand oder Hürden entstehen könnte. Damit wird der VFB der Politik Hinweise geben, um politisches Handeln zu indizieren.

Wir sehen dies als eine erste, nicht abschließende Aufzählung. Weiterer Bürokratieaufwand kann abhängig von weiteren Details bzw. der weiteren Entwicklung notwendig werden.

Pressemitteilung – Bedeutung der Freien Berufe für die Gesellschaft Rechnung tragen

Sehr geehrte Damen und Herren, 

anbei finden Sie zu Ihrer Information die aktuelle Pressemitteilung des BFB.

Verband Freier Berufe in Bayern e.V.
Türkenstraße 55

80799 München
Telefon: (089) 272 34 24
Telefax: (089) 272 34 13
www.freieberufe-bayern.de
info@freieberufe-bayern.de

Verband Freie Berufe: Hausbanken oft „Nadelöhr“ bei Krediten

Vielen Freiberuflern bricht in der Krise das Geschäft weg – sie sind auf Hilfen angewiesen. Das Problem scheinen einem Interessenverband zufolge weniger die Hilfsprogramme zu sein – sondern die Banken.

Der Bundesverband der Freien Berufe beklagt weiter Probleme bei den Corona- Kredithilfen. Hauptgeschäftsführer Peter Klotzki sagte mit Blick auf eine Abfrage bei den Landesverbänden, Hausbanken würden durch ihr „defensives Verhalten“ oft zum Nadelöhr.

„An dieser Stelle könnte optimiert werden, indem der Staat die Banken zu 100 Prozent von der Haftung freistellt“, sagte Klotzki. Entsprechende Pläne gibt es in der Bundesregierung. Die staatliche Förderbank KfW trägt bei einem Corona- Sonderkreditpogramm bisher bis zu 90 Prozent des Kreditrisikos. Aus der Wirtschaft waren wiederholt Klagen laut geworden, Kreditprüfungen der Hausbanken seien zu aufwendig und Kredite würden nicht vergeben, weil Firmen in der derzeitigen Krise nicht kreditwürdig seien.

Wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen erfuhr, geht es bei einem zusätzliche Programm vor allem für den Mittelstand um Verbesserungen bei Laufzeiten und Haftungsfreistellung für Kredite – um die Liquidität von Firmen zu sichern und Pleiten zu verhindern. Im Gespräch ist demnach, Kredite für eine begrenzte Zeit mit einer 100-prozentigen Staatshaftung abzusichern.

Klotzki sagte, bei Direktzuschüssen für kleine Firmen berichteten Freiberufler, dass sie die Anträge als sehr bürokratisch empfänden und die Voraussetzungen nicht ausreichend bekannt seien. „Eine Herausforderung besteht auch darin, dass bei Solo-Selbstständigen private und betriebliche Kosten nicht trennscharf abzugrenzen sind, die Soforthilfe des Bundes aber dazu dient, Betriebskosten aufzufangen. So lässt sich die Liquiditätslücke teils nicht so einfach berechnen oder kommt eben ausschließlich die Grundsicherung in Frage.“

Die gerade auch an Freie Berufe adressierte Hilfe dürfe aber nicht ins Leere laufen. „Das würde nicht nur den Erhalt der kleinen und mittelständischen Strukturen vieler Freiberufler existenziell in Frage stellen, sondern wäre auch psychologisch ein ganz schlechtes Zeichen gerade für den Teil der Selbstständigen und ihrer Teams, die zur Lösung der Krise systemrelevant sind.“

FOCUS Online

Aufruf freiwillige Ärzte und Medizinstudenten

PRESSEMITTEILUNG DER BAYERISCHEN LANDESÄRZTEKAMMER

Freiwillige Ärzte und Medizinstudenten helfen in der SARS-CoV-2-Krise – Erfassung von Angebot und Bedarf

Zur besseren Bewältigung der SARS-CoV-2-Pandemie kann es notwendig werden, in den nächsten Wochen schnellstmöglich die Kapazitäten der ärztlichen Versorgung von SARS-CoV-2-Verdachtsfällen und Patienten zu erhöhen beziehungsweise die bereits tätige Ärzteschaft zu entlasten. Daher erheben das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) sowie die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) sowohl das Angebot als auch den Bedarf an freiwilligen Ärzten und Medizinstudenten, die in der SARS-CoV-2-Pandemie unterstützend tätig werden möchten.

So werden alle nicht bereits in medizinische Versorgungsstrukturen eingebundenen Ärztinnen und Ärzte sowie Medizinstudentinnen und Medizinstudenten um Unterstützung zur Deckung der erheblichen zusätzlichen Personalbedarfe gebeten. Des Weiteren werden alle Arztpraxen, Medizinischen Versorgungszentren, Gesundheitsämter, Betreiber von Bürgertelefonen etc. gebeten, ihren Bedarf an zusätzlicher ärztlicher Mitarbeit bei uns zu melden.

„Um Angebot und Bedarf an zusätzlicher ärztlicher Mitarbeit zueinander zu bringen, hat die BLÄK eine Website erstellt, auf der sich die angesprochenen Zielgruppen eintragen können“, sagte BLÄK-Präsident Dr. Gerald Quitterer.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte: „Unsere Ärztinnen und Ärzte verdienen für ihren engagierten Einsatz gegen die Corona-Pandemie große Anerkennung! Derzeit lässt sich nicht voraussagen, wie sich die Infektionslage in Bayern entwickelt. Deshalb bitten wir alle Mediziner, die nicht ohnehin schon im Dienst sind, um ihre Unterstützung. Auch Studierende sind dabei willkommen!“

Zu finden ist die Website unter folgender Internetadresse: https://freiwillige.blaek.de

Unter dem Reiter „Angebot für stationäre Versorgungsstrukturen“ haben Ärzte und Medizinstudenten dort die Möglichkeit, sich zu registrieren, wenn sie Kliniken und Krankenhäuser bei der stationären medizinischen Versorgung unterstützen wollen.

Für den Fall des Einsatzes möchten wir bereits jetzt darauf hinweisen, dass aktuelle Arbeitsverträge bestehen bleiben und die Betreffenden zu diesem Zweck unter Lohnersatz beziehungsweise Lohnfortzahlung freigestellt werden. Der Einsatz wird ausschließlich während der SARS-CoV-2-Pandemie andauern.

Unter dem Reiter „Bedarf im ambulanten Sektor und im Öffentlichen Gesundheitsdienst“ können hingegen alle Institutionen des Gesundheitssystems, außer Krankenhäusern und Kliniken, Ihren Bedarf an ärztlicher Mitarbeit eintragen.

„Es verdient große Anerkennung, dass freiwillige Ärztinnen und Ärzte sowie Medizinstudentinnen und Medizinstudenten in der SARS-CoV-2-Krise helfen. Allen Akteuren im Gesundheitswesen – egal ob hauptamtlich oder freiwillig tätig – möchte ich für ihre Mitwirkung ganz besonderes danken“, so Quitterer abschließend.

Aufruf Bayerisches Gesundheitsministerium – Pflegekräfte

PRESSEMITTEILUNG DES BAYERISCHEN GESUNDHEITSMINISTERIUMS

Huml ruft Pflegekräfte, die derzeit nicht in ihrem Beruf tätig sind, zur Unterstützung im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie auf – Gemeinsamer Appell mit der Vereinigung der Pflegenden in Bayern

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hat Pflegekräfte, die derzeit nicht in ihrem Beruf tätig sind, dazu aufgerufen, im Kampf gegen die Corona- Pandemie mitzuwirken und sich zu einem Einsatz bereit zu erklären. Huml betonte am Montag in München: „Derzeit ist nicht sicher absehbar, wie sich die Pandemie weiter entwickeln wird. Es ist wichtig, dass wir im Gesundheitswesen auf große Herausforderungen vorbereitet sind. Deshalb bitte ich alle Pflegefachkräfte, alle Pflegehilfskräfte sowie Medizinisch-technische Assistenten (MTRA, MTLA) und Medizinische Fachangestellte (MFA), die aktuell nicht in diesem Beruf arbeiten und keiner Risikogruppe angehören, um Unterstützung.“

Die Ministerin fügte hinzu: „Gemeinsam mit der Vereinigung der Pflegenden in Bayern konnten wir eine Online-Plattform entwickeln. Über die Website www.pflegepool-bayern.de kann ab sofort jeder unkompliziert seine Daten hinterlegen. Klar ist dabei: Die persönlichen Daten werden ausschließlich zur Bekämpfung der Corona-Pandemie verwendet und zur Vermittlung weitergegeben. Im Bedarfsfall erfolgt eine unmittelbare Kontaktaufnahme und Zuweisung zu einem regionalen Einsatzort.“

Für den Fall eines Einsatzes bleibt der aktuelle Arbeitsvertrag bestehen. Wer unterstützt, wird unter Lohnersatz bzw. Lohnfortzahlung von der gegenwärtigen beruflichen Tätigkeit (auf der Basis geltenden Rechts oder einer in Kürze zur Verabschiedung vorgesehenen gesetzlichen Regelung) freigestellt. Der Einsatz wird ausschließlich während der Corona-Pandemie andauern.

Die Ministerin dankte zugleich erneut allen Pflegekräften für ihre engagierte Arbeit. Sie unterstrich: „Unsere Pflegekräfte stehen beim Kampf gegen das Coronavirus wie die Ärzte an vorderster Front. Für ihren hervorragenden Einsatz bin ich sehr dankbar.“

Konjunkturumfrage zum konjunkturellen Klima der Freien Berufen

Aktuell erhebt das Institut für Freie Berufe (IFB) im Auftrag des BFB das konjunkturelle Klima in den Freien Berufen.

Gerade jetzt in Zeiten der Corona-Pandemie ist Ihre Teilnahme an unserer Konjunkturumfrage besonders wichtig. Die Freiberufler als bislang am stärksten wachsender Wirtschaftsbereich sind durch das Corona-Virus stark betroffen. Viele der Berufsträger spüren mit voller Wucht Stornierungen und Absagen ihrer Dienstleistungen. Zahlreiche von ihnen sind kleine Einheiten, die nie zuvor durch eine solche Krise herausgefordert wurden und anders als große Unternehmen wenig abgesichert sind.

Neben den Einschätzungen zu wirtschaftlichen Themen wird im Rahmen der Befragung genauer auf die Aspekte der freiberuflichen Gründung und des Nachfolgemanagements eingegangen.

Die Befragung erfolgt absolut anonym und beansprucht etwa 10 Minuten Ihrer Zeit.
Wir bitten Sie herzlich um Ihre Unterstützung, da nur so valide Aussagen generiert werden können.

Bitte machen Sie mit!

Bis 10.05.2020 ist die Befragung erreichbar.

Die Auswertung erfolgt in Gruppen, es wird z.B. nach Altersklassen oder groben Berufsfeld unterschieden. Zu keinem Zeitpunkt sind Rückschlüsse auf Ihre Person möglich.

Genaueres zur vorherigen Konjunkturbefragung im Winter 2019 erfahren Sie hier:

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