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Reform der Psychotherapeutenausbildung in Aussicht
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83. Gesundheitsministerkonferenz erkennt Reformbedarf an
Bereits im Mai beschlossen die Delegierten des 16. Deutschen Psychotherapeutentages mit großer Einigkeit Eckpunkte zu einer Reform der Psychotherapeutenausbildung. Die 83. Gesundheitsministerkonferenz (GMK) hat nun den dringenden Reformbedarf anerkannt: Die Gesundheitsminister der Länder haben am 1. Juli das Bundesgesundheitsministerium (BMG) einstimmig und "mit Nachdruck" gebeten, möglichst bald eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Novellierung des Psychotherapeutengesetzes einzusetzen.
Unabhängig von einer umfassenden Reform wollen die Bundesländer die Ausbildungszugänge zum Psychologischen Psychotherapeuten (PP) und zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP) neu regeln. Für beide Berufe soll entweder ein Diplomabschluss einer Universität oder gleichgestellten Hochschule oder ein Masterabschluss Zugangsvoraussetzung werden.
Eine Reform der Psychotherapeutenausbildung noch in dieser Legislaturperiode tut nach Ansicht der Psychotherapeutenkammern not. Ohne eine baldige Ausbildungsreform droht eine bundesweite Etablierung des Bachelorabschlusses als Zugangsvoraussetzung zur Psychotherapeutenausbildung. Bereits heute ermöglicht dieser Abschluss in neun von 16 Bundesländern den Zugang zur KJP-Ausbildung. Darüber hinaus bleibt ohne eine Reform die unerträgliche finanzielle Situation der meisten Ausbildungsteilnehmer während der praktischen Tätigkeit unverändert.
Ziel der Bundespsychotherapeutenkammer ist es deshalb am Ende des Jahres einen Entwurf für die Reform des Psychotherapeutengesetzes zu präsentieren, der gemeinsam mit den Landespsychotherapeutenkammern, Berufs- und Fachverbänden, Ausbildungsteilnehmern, Ausbildungsstätten und Hochschulvertretern erarbeitet werden soll. So soll ein Ausbildungsgipfel am 26. Oktober 2010 Gelegenheit bieten, die Vorschläge gemeinsam zu diskutieren.![]()



