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VFB im Gespräch mit Staatsminister Martin Zeil

VFB im Gespräch mit Staatsminister Zeil










v.l.n.r. Geschäftsführer des IFB Dr. Willi Oberlander, VFB-Vizepräsidenten Michael Schwarz, Eckhard Dittrich, Dr. Klaus Ottmann, Staatsminister Martin Zeil, VFB-Präsident Dr. Fritz Kempter, VFB-Vizepräsident Rüdiger von Esebeck (Photo: Julia Maßmann)


VFB-Präsident Dr. Fritz Kempter unterstreicht die Bedeutung der Freien Berufe

Am 16. Juni 2010 kamen Mitglieder des Präsidiums des Verbandes Freier Berufe in Bayern mit Staatsminister Martin Zeil zu einem Gespräch im Bayerischen Landtag zusammen. An dem sehr freundschaftlichen Gespräch mit Staatsminister Zeil nahmen VFB-Präsident Dr. Fritz Kempter, die VFB-Vizepräsidenten Dr. Klaus Ottmann, Eckhard Dittrich, Rüdiger von Esebeck, Michael Schwarz, VFB-Geschäftsführerin Julia Maßmann sowie der Geschäftsführer des Instituts für Freie Berufe Nürnberg (IFB) Dr. Willi Oberlander teil.

Ziel des Gespräches war es, auf die wachsende Bedeutung der Freien Berufe als erheblicher Wirtschaftsfaktor in Bayern aufmerksam zu machen und in diesem Zusammenhang auch die Einräumung eines höheren Stellenwerts als bisher zu fordern. Insbesondere war Thema die zukünftige finanzielle Förderung des Instituts für Freie Berufe Nürnberg (IFB) durch das Bayerische Wirtschaftsministerium.

VFB-Präsident Dr. Kempter erläuterte in dem Gespräch, dass es sich bei den Freien Berufen um eine Berufsgruppe handelt, die in den letzten Jahren die stärksten Zuwächse zu verzeichnen hat. So seien in Bayern mittlerweile mehr als 151.000 freiberuflich tätige Berufsträger der VFB-Mitgliedsorganisationen tätig. Sie würden von mehr als 425.000 Mitarbeitern unterstützt und würden fast 25.000 junge Menschen ausbilden. Die Freien Berufe würden damit Größenordnungen erreichen, die denen des Handwerks vergleichbar seien. Auch im Bayerischen Wirtschaftsministerium müssten nun Parallelitäten zwischen dem Handwerk und den Freien Berufen geschaffen werden. Dr. Kempter verwies in diesem Zusammenhang auch auf den Mehrwert der Freien Berufe für eine Gesellschaft, in der Materialisierung und Kommerzialisierung immer mehr zunehmen und in der profitorientierte Erwägungen einen immer größeren Einfluss auf das Handeln gewinnen. Wären die großen Wirtschaftsunternehmen wie die Freien Berufe einem Berufsethos und Leitbildern verpflichtet, wäre es nicht zu der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise gekommen.

Staatsminister Zeil erklärte hierauf seine Bereitschaft die gestiegene Bedeutung der Freien Berufe anzuerkennen. Ein erstes Zeichen sei erfolgt, indem die Freien Berufe im Bayerischen Koalitionsvertrag eine ausdrückliche Nennung erfahren haben, was im Koalitionsvertrag des Bundes fortgesetzt worden sei.

Im Bayerischen Wirtschaftsministerium gebe es zwar kein eigenes Referat für die Freien Berufe, jedoch seien die Freien Berufe im Organigramm des Hauses gesondert erwähnt. Er wisse auch um die Problematik, dass die Europäische Kommission die Freien Berufe immer wieder unter Druck setze was die Abschaffung der Gebührenordnungen der Freien Berufe angehe. Hier werde er persönlich ganz besonders das Interesse der Freien Berufe vertreten.

Im Anschluss wurde über eine höhere Förderung des IFB durch das Bayerische Wirtschaftsministerium beraten. Herr Dr. Oberlander stellte einen Antrag des IFB für eine Erhöhung der finanziellen Mittel vor. Das IFB habe einen stetigen Anstieg an Beratungsfällen zu verzeichnen. Das IFB finanziere sich im Moment über die Mittel des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, die Mittel des VFB und über Eigeneinnahmen. Die gestiegenen Beratungszahlen würden eine Mittelerhöhung erfordern. Außerdem zeige sich, dass das Beratungsangebot sehr gut angenommen werden, so dass an sich ein Ausbau erstrebenswert wäre. Herr Dr. Kempter fügte hinzu, dass es ihm hauptsächlich um Kontinuität gehe. Es müsse zum einen eine gewisse Sicherheit über die Zukunft des IFB geschaffen werden. Zweitens müsse man im Sinne des vorliegenden Antrags überlegen, wie das IFB ausgebaut werden könne. Dies müsse nicht hier und heute entschieden werden, solle aber in zukünftige Planungen mit eingestellt werden.

Staatsminister Zeil erklärte, dass er keine voreiligen Versprechungen machen wolle. Das Bayerische Staatsministerium werde sich aber mit der Angelegenheit auseinandersetzen und dem VFB und dem IFB Rückmeldung geben.

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