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Verband Freier Berufe in Bayern im Bayerischen Landtag

Arbeitsfrühstück mit Vertretern des Parlamentskreises Mittelstand

Am 19. Mai 2010 war das Präsidium des Verbandes Freier Berufe in Bayern (VFB) zu Gast im Bayerischen Landtag. Bei einem Arbeitsfrühstück diskutierten VFB-Präsident Dr. Fritz Kempter und die VFB-Vizepräsidenten Dr. Klaus Ottmann, Dr. Hartmut Schwab und Josef Kammermeier mit Vertretern des Parlamentskreises Mittelstand. Zu den anwesenden Parlamentariern gehörten unter anderem MdL und Vorsitzender des Parlamentskreises Mittelstand Klaus-Dieter Breitschwert, MdL und Vorsitzender des Hochschulausschusses des Bayerischen Landtags Bernd Siebler sowie die Vorsitzende des Ausschusses zu Fragen des öffentlichen Dienstes Ingrid Heckner.

VFB-Präsident Dr. Fritz Kempter stellte zunächst die Arbeit des VFB vor und machte auf die Bedeutung und Werte der Freien Berufe aufmerksam.

Beim anschließenden Meinungsaustausch wurde in erster Linie über den Bologna-Prozess diskutiert.

Dr. Kempter wies hier darauf hin, dass die Ziele des Bologna-Prozesses bislang nicht erreicht wurden, sondern es stattdessen zu vielen bedenklichen Entwicklungen gekommen sei. So werde beispielsweise der Master bei Ingenieuren und Architekten als nicht ausreichend berufsfähig angesehen.

Zustimmung erfuhr das VFB-Präsidium in seiner Auffassung, dass die Umsetzung des Bologna-Prozesses in den einzelnen Universitäten unzureichend erfolgt sei. Die Autonomie der Universitäten bremse die Umsetzung erheblich, so dass staatliche Vorgaben nötig seien. Trotz des Ziels eines europäischen Hochschulraums mit freiem Austausch der Studierenden und Angleichung der Studienordnungen sei nach Abschluss des Bachelors der Anschluss zum Master in einem anderen Land nicht möglich. Auch die mangelnde Qualifikation der Masterstudiengänge sei bekannt. Die TU München gehe hier pragmatisch vor, indem sie bei den Ingenieurwissenschaften mit Abschluss des Master-Examens gleichzeitig den Titel „Diplom-Ingenieur“ verleihe.

Außerdem wurden Pläne angesprochen, ein berufsbegleitendes Bachelor-Studium einzuführen. Klargestellt wurde, dass Staatsexamensfächer von der Umstellung auf Bachelor-/Master-Abschlüsse ausgenommen bleiben sollten.

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