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Bologna-Konferenz
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Bundesbildungsministerin Schavan zufrieden, Professoren und Studenten enttäuscht
Bundesbildungsministerin Schavan hatte Ministeriale, Hochschulen, Professoren, Studenten und auch Firmenvertreter zur Bologna-Konferenz geladen um gemeinsam Maßnahmen zur Reform der Bologna-Reform zu erörtern. Wichtige Ziele waren dabei bessere Studierbarkeit, Mobilität der Studierenden und eine höhere Akzeptanz des Bachelors auf dem Arbeitsmarkt. Während sich die Ministerin mit dem Ergebnis der Konferenz zufrieden zeigte, waren Professoren und Studenten enttäuscht. Das Angebot der Bundesregierung für einen Qualitätspakt beläuft sich auf rund zwei Milliarden Euro für die nächsten zehn Jahre. Diese zusätzlichen Mittel stehen für mehr Personal und zur Qualifizierung des Personals für Lehre, Betreuung und Beratung der Studierenden zur Verfügung. Durch Schaffung einer neuen Akademie soll die Lehre an deutschen Hochschulen gefördert werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung wird außerdem seine Mobilitätsförderung um rund 90 Millionen Euro bis zum Jahr 2015 aufstocken.
Während die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Margret Wintermantel, die Investitionen in die Qualität der Lehre begrüßte, verwies der Deutsche Hochschullehrerverband (DHV) darauf, dass die Bologna-Konferenz nur eine PR-Show gewesen sei. So kritisierte der Präsident des DHV, Prof. Dr. Kempen, dass die Veranstaltung nichts dazu beigetragen habe, die bislang verfehlten, aber nach wie vor richtigen Bologna-Ziele wie mehr Mobilität und weniger Studienabbrecher zu verwirklichen.
Auch die Studentenvertreter äußerten sich enttäuscht. So kritisierten sie, dass nur wenige ihrer Themen überhaupt behandelt wurden. Weiterhin sei unklar, ob für jeden interessierten Studenten nach dem Bachelor-Abschluss auch ein Masterstudienplatz bereit stehe. Einige Studentenvertreter kündigten deshalb bereits eine Wiederaufnahme der Proteste für Juni an. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung plant die Zusammenfassung der Konferenzergebnisse zeitnah unter http://www.bmbf.de/ zu veröffentlichen.![]()



