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Bayerische Staatsregierung verabschiedet Maßnahmepaket zur Bekämpfung des Hausärztemangels im ländlichen Raum

Bayerische Landesärztekammer wertet den Kabinettsbeschluss „mehr als enttäuschend“

Dem sich abzeichnenden Mangel an Hausärzten in mittlerweile 14 Landkreisen Bayerns will die Staatsregierung jetzt mit einem Maßnahmenpaket begegnen. Um die medizinische Versorgung im ländlichen Raum dauerhaft zu sichern, sollen junge Ärztinnen und Ärzte künftig auch durch finanzielle Anreize und durch Erleichterungen beim Praxisaufbau in medizinisch unterversorgte Regionen gelockt werden, heißt es im Kabinettsbeschluss. Das angebliche Gesamtkonzept soll zum Erhalt einer wohnortnahen und flächendeckenden Betreuung beitragen.

Die Bayerische Landesärztekammer bewertet das Maßnahmepaket, das am 23. März 2010 vom Bayerischen Kabinett verabschiedet wurde als „mehr als enttäuschend“.

Nach Ansicht von Dr. Hans Hellmut Koch, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer, „kann von einem Konzept oder gar von einer Initiative hier überhaupt nicht die Rede sein, fehlt es doch an Verbindlichkeit und Konkretisierung“. Das „Maßnahmenpaket zur ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum“ berge nichts Neues. Die Zahlen seien bekannt, aber konkrete Vorschläge fehlten.

Die Bayerische Landesärztekammer fordert seit Jahren finanzielle Anreize für die Hausarztpraxis-Gründung, infrastrukturelle Maßnahmen auf dem Land, bessere Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten und Entlastung bei den Bereitschaftsdiensten für Allgemeinmediziner, Verbesserungen bei der Tarifstruktur und vor allem die Novellierung der Bedarfsplanung.  

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