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Bayerische Ingenieurekammer-Bau feierte ihr 20-jähriges Bestehen
Mehr als 500 Gäste waren am 22. Januar 2010 zu Gast beim 18. Ingenieuretag in der BMW-Welt in München und feierten dort zugleich das 20-jährige Bestehen der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau.
Dr.-Ing. Heinrich Schroeter, Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, berichtete über die Entstehung und Entwicklung der berufsständischen Vereinigung: Bereits zwei Jahrzehnte vor der offiziellen Gründung am 8. Juni 1990 habe es unter dem späteren Gründungspräsidenten Günter Scholz erste Initiativen gegeben. Per Gesetz beschloss schließlich der Bayerische Landtag die Gründung der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Vorausgegangen waren mehrere leidenschaftliche Reden des damaligen Landtagsabgeordneten Karl Kling für eine Kammer der Ingenieure. Seit der Gründung ist die Anzahl der Mitglieder kontinuierlich gestiegen, von 1.166 im Jahr 1991 auf inzwischen 5.759. Ein Grund für diesen Erfolg sei die von den Ingenieuren von Anfang an gewünschte „Große Kammer“, in der nicht nur die freiberuflichen Ingenieure vertreten sein sollten, sondern auch die Ingenieure aus der Bauwirtschaft und aus dem öffentlichen Dienst. „Ihre Anliegen vertritt die Kammer in Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Öffentlichkeit mit einer Stimme“, sagte Kammerpräsident Dr.-Ing. Heinrich Schroeter. Es sei Aufgabe der Ingenieure, die Politik darüber zu informieren, welche Projekte am Notwendigsten sind.
Als Ehrengast sprach Innenminister Joachim Herrmann. Er hob in seiner Rede die hohe Innovationskraft und Kreativität der Ingenieure aus dem Bauwesen hervor. Als Beispiel nannte er neue Energietechnologien: „Modernste Gebäudeleittechnik stellt genau die Energien bereit, die - abhängig von der Nutzung - gerade benötigt werden“, sagte Herrmann.
Einen zuverlässigen und kompetenten Partner nannte er die Bayerische Ingenieurekammer-Bau. „Ohne die Kammermitglieder, ohne leistungsfähige und kompetente Ingenieure und Architekten könnten wir unser jährliches Bauvolumen von rund 3 Milliarden Euro im Bereich Hoch- und Straßenbau gar nicht umsetzen.“ Um in der noch nicht überstandenen Krise Wirtschaft und Arbeitsmarkt zu stabilisieren, setze Bayern weiterhin auf zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur. „Gute Baukunst ist weder reiner Zierrat noch ein entbehrlicher Luxus – auch in Zeiten knapper Mittel“, so Herrmann. Vielmehr sei sie Grundlage für eine lebenswerte Umwelt und schaffe örtliche Identität.
Weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Rede von Prof. Dr. Dr.-Ing. Drs.h.c. Peter Wilderer, Träger des „Stockholm Water Prize“, welcher in seiner Klasse als Nobelpreis gilt. Wilderers Vortrag hatte das Thema „Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen: Verantwortung übernehmen, Chancen nutzen, Perspektiven eröffnen“. Darin ging Wilderer auf die zunehmende Bedeutung der Ingenieursleistungen ein. Der erfolglose Klimagipfel in Kopenhagen habe gezeigt, dass man sich nicht allein auf die Politik verlassen könne. Die Ingenieure müssten das Heft in die Hand nehmen und regionale Lösungen für die Klimaproblematik anbieten.
Ingenieure aus dem Bauwesen sind die Brückenbauer für die Zukunft, war damit das Fazit des 18. Ingenieuretages.

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