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Mehr Telefonüberwachung in Deutschland

Verband Freier Berufe in Bayern sieht sich in seiner Kritik bestätigt

Nach einer aktuellen Statistik des Bundesamtes der Justiz wendet die deutsche Justiz immer häufiger das umstrittene Mittel der Telefonüberwachung an. Demnach gab es im vergangenen Jahr 5348 Verfahren, in denen Telefongespräche und Computerkommunikation abgehört oder überwacht wurden. Das ist ein Anstieg um elf Prozent im Vergleich zu 2007, als es 4806 Verfahren waren. Besonders stark fiel der Statistik zufolge der Anstieg mit 30 Prozent in Bayern aus. Im Jahr 2008 wurden 1023 Verfahren registriert, 2007 waren es noch 782.

Die genannten Zahlen beziehen sich nur auf die Abhörmaßnahmen auf Basis der Strafprozessordnung, also im Rahmen laufender Ermittlungs- und Strafverfahren wegen eines konkreten Verdachts auf eine Straftat. Abhöraktionen der Polizei zu präventiven Zwecken sind hier genauso wenig wie Eingriffe der Geheimdienste in das Fernmeldegeheimnis enthalten.

Der Verband Freier Berufe in Bayern kritisiert schon seit Jahren die Ausweitung bei der Telekommunikationsüberwachung. Insbesondere wegen der unzureichenden Schutzvorschriften für Berufsgeheimnisträger wie beispielsweise Ärzten und Rechtsanwälten ist der VFB am 19. Dezember 2008 beim Bayerischen Wirtschaftsminister Martin Zeil, am 5. Mai 2009 beim Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann und am 23. Juni 2009 bei der Bayerischen Justizministerin Dr. Beate Merk vorstellig gewesen.

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