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Physiotherapeuten machen im Presseclub München auf ihre katastrophale Situation aufmerksam
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Früher Visite mit dem Chefarzt - heute draußen vor der Tür
Am 19. August 2009 fand das Pressegespräch des Deutschen Verbandes für Physiotherapie / Krankengymnasten (ZVK) Landesverband Bayern in den Räumen des Münchner Presseclubs statt. Anliegen war es, die Öffentlichkeit über die katastrophale Situation des Berufsstandes der Physiotherapeuten zu informieren. "Kaum eine Berufsgruppe hat so düstere Zukunftsaussichten wie wir Physiotherapeuten", beklagte der ZVK-Vorstandsvorsitzende Rüdiger von Esebeck.
Zentrale Botschaft des Pressegespräches war: Die Leistung der Physiotherapeuten wird nicht ausreichend honoriert. Obwohl Physiotherapeuten indem sie helfen, Lebensqualität zu steigern, Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen, Verletzte zu rehabilitieren, eine qualitativ hochwertige Leistung im Deutschen Gesundheitssystem erbringen, ist die Bezahlung von Physiotherapeuten (im Rückblick auf die letzten 10 Jahre gab es noch nicht einmal einen Inflationsausgleich) nach wie vor schlecht. Aber nicht nur in Bezug auf die Bezahlung sondern auch im partnerschaftlichen Umgang mit Physiotherapeuten seitens der Verantwortlichen im Gesundheitssystem (Ärzte, Gesundheitspolitiker, Kassenvertreter) beklagen die Physiotherapeuten eine mangelnde Anerkennung ihrer Leistung. So moniert der ZVK-LV Bayern, dass Physiotherapeuten von den Ärzten häufig nicht mehr als Partner, sondern als (verzichtbarer) Dienstleister angesehen werden. Außerdem hielten sich immer mehr Ärzte aus Angst vor Regressforderungen der Krankenkassen mit Physiotherapie-Verordnungen zurück, statt zum Wohle ihrer Patienten daran festzuhalten.
Kritisiert wurde auch ein mangelndes Interesse der Politiker. Für die Ärzte sei der bayerische Gesundheitsminister auf die Straße gegangen, um gegen die Neuordnung der Honorare zu protestieren und habe sich mit der Bundesgesundheitsministerin angelegt. Für die berufsständische Vertretung der Physiotherapeuten dagegen habe er bisher keinen Termin freigehabt.![]()



