Newsletter lesen
Konjunkturkrise schlägt auch bei Freiberuflern auf die Stimmung
- Details
- Zugriffe: 660
Aktuelle BFB-Stimmungsumfrage
Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) befragt halbjährlich seine 66 Mitgliedsorganisationen aus den vier Säulen der Freien Berufe, nämlich der technischen Freien Berufe, der rechts-, wirtschafts- und steuerberatenden Freien Berufe, der Freien Heilberufe sowie der kulturellen Freien Berufe.
Die Ergebnisse der aktuellen Befragung lassen erkennen, dass die allgemeine Konjunkturkrise auch auf die Freien Berufe durchschlägt.
Über alle vier Säulen hinweg wird die wirtschaftliche Lage derzeit nur noch als ausreichend (3,78) bewertet. Im Sommer wurde noch ein Befriedigend (3,28) erreicht.
Am deutlichsten wird die Konjunkturkrise im Ingenieur- und Architekturbereich zu spüren sein, etwa wenn Bauaufträge storniert oder verschoben werden. Demzufolge ist die Verschlechterung des Stimmungsindex in erster Linie auf die deutlich schlechtere Bewertung der Lage im technischen Bereich zurückzuführen (4,1 versus 3,1 im Sommer).
Unverändert wird die Stimmungslage im Bereich der rechts-, wirtschafts- und steuerberatenden Berufe mit gut befriedigend (2,8) bewertet.
Geringfügig negativer als im Sommer bewerten die Heilberufler ihre Lage mit ausreichend (4,2 versus 4,1 im Sommer). Eine Ausnahme bilden hier die Tierärzte, die ihre Lage mit gut bewerten. Die konstant schlechte Stimmung im heilkundlichen Bereich ist vor allem auf die ungewissen Folgen der Einführung des Gesundheitsfonds und anderer restriktiver gesundheitspolitischer Rahmenbedingungen zurückzuführen.
Auch die Umsatzerwartungen für 2009 schätzen die Freiberufler über alle Bereiche hinweg pessimistischer ein als im Sommer 2008. Während noch im Sommer fast ausschließlich mit einem besseren oder zumindest gleich bleibenden Geschäftsergebnis gerechnet wurde, prognostizieren jetzt 9 der 21 abgefragten Berufsbereiche/Fachrichtungen ein schlechteres Ergebnis.
In der Tendenz rechnen die Freien Berufe zudem mit einem Beschäftigungsrückgang. Lediglich 3 Bereiche erwarten ein Beschäftigungsplus. Demgegenüber erwarten 8 Bereiche – insbesondere aus dem medizinischen und zahnmedizinischen Bereichen – die für die Freien Berufe zu den beschäftigungsintensivsten zählen – einen Beschäftigungsrückgang. Dieser Beschäftigungsrückgang kann bereits an der Zahl der in diesen beiden Bereichen zum 30. September 2008 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge festgestellt werden.![]()



