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Psychotherapeutenkammer Bayern zu Gast beim Bayerischen Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch

Minister Heubisch zeigt sich für Anliegen der Psychotherapeutenkammer offen

Am 9. Januar 2009  war die Psychotherapeutenkammer Bayern (PTK Bayern) zu Gast im Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst. An dem Gespräch mit Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch nahmen für die PTK Bayern deren Präsident Dr. Nikolaus Melcop, die Vizepräsidenten Peter Lehndorfer und Dr. Bruno Waldvogel sowie das Vorstandsmitglied Dr. Heiner Vogel und Geschäftsführer Alexander Hillers teil.

Thema des Gesprächs war die durch den Bologna-Prozess eingeleitete Studienreform. Die PTK Bayern brachte ihre Befürchtung zum Ausdruck, dass die Einführung von inhaltlich neu konzipierten Bachelor- und Masterprogrammen nicht immer die Anforderungen erfüllen, die als unverzichtbar angesehen werden müssen, um den Absolventen die für eine spätere Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten erforderlichen Basiskenntnisse zu vermitteln. Dabei machte die PTK Bayern deutlich, dass insbesondere Bachelorabschlüsse der Sozialarbeit / Sozialpädagogik keinen ausbildungsqualifizierten Abschluss für die Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten gewährleisten und wies Staatsminister Dr. Heubisch auf die Gefahr hin, dass den Absolventen von Bachelor- und Masterstudiengängen der Weg zu den genannten Ausbildungen trotz mehrjährigen Studiums verwehrt bleiben könnte.

Staatsminister Dr. Heubisch zeigte Verständnis für das Anliegen der Kammer auch im Rahmen der neuen Studienstrukturen durch eine entsprechende Ausgestaltung der hinführenden Studiengänge die Qualität der Ausbildung insbesondere im Bereich der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten zu sichern und sagte zu, die Thematik mit dem in dieser Sache federführenden Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit zu erörtern.

Der Wissenschaftsminister Bayerns wies zudem darauf hin, dass bei Berufsfeldern von gesamtgesellschaftlicher Relevanz wie den akademischen Heilberufen, im Vorfeld von Veränderungsprozessen unbedingt sicher sein müsse, dass es gelingt, nicht nur die bisher erreichten hohen Qualifikationsstandards zu wahren, sondern diese weiter zu verbessern.

Staatsminister Dr. Heubisch sieht keine Möglichkeit auf Landes- oder Bundesebene den im Interesse einer Stärkung der Hochschulautonomie erfolgten Wegfall der Rahmenvorgaben für die Studieninhalte rückgängig zu machen. Er begrüßte aber den Vorstoß der Kammern, die Hochschulen bei der Einrichtung von Studiengängen und die Akkreditierungsagenturen bei der Entscheidung und Wertung über die Eignung von Studiengängen als berufsqualifizierend zu unterstützen. Ausdrücklich ermutigte Dr. Heubisch die PTK Bayern die Universitäten und Fachhochschulen über das in Kürze zu erwartende Forschungsgutachten zur Ausbildung zu informieren und diesen die bei der Bundespsychotherapeutenkammer in Ausarbeitung befindlichen Kriterienkataloge für berufsqualifizierende Studieninhalte zukommen zu lassen.

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