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Universitäts-Diplom immer noch Maß aller Dinge

Staufenbiel JobTrends-Studie 2008 zu Qualifikationsanforderungen an Hochschulabsolventen

Die Staufenbiel JobTrends-Studie 2008 untersuchte zum dritten Mal die Qualifikationsanforderungen von Unternehmen an Hochschulabsolventen. Für die Analyse des Akademiker-Arbeitsmarktes wurden 217 Unternehmen mit insgesamt fünf Millionen Mitarbeitern befragt.

Nach der Studie hat sich die Akzeptanz des Bachelor gegenüber dem Vorjahr zwar erhöht. Maß aller Dinge ist in den Augen von Personalentscheidern aber immer noch das Universitäts-Diplom. Nahezu alle befragten Unternehmen stellen Bewerber mit Universitäts-Diplom ein. An zweiter Stelle folgt der Master. Bachelor-Absolventen in naturwissenschaftlichen Studiengängen werden dagegen nur von 64 % der Unternehmen eingestellt. Bei Absolventen wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge akzeptieren immerhin 80 % der befragten Unternehmen einen Bachelor-Abschluss.

Steigender Bedarf an Akademikern

Bei fast allen befragten Unternehmen ist der Bedarf an hochqualifizierten Arbeitskräften im Vergleich zum Vorjahr konstant oder sogar gestiegen. Steigende Nachfrage wird auch für die kommenden fünf Jahre erwartet. Positive Prognosen gibt es vor allem für Naturwissenschaftler und Ingenieure.

Zwar waren zum Zeitpunkt der Erhebung die Auswirkungen der Wirtschaftskrise noch nicht in vollem Ausmaß absehbar, sie werden sich jedoch nach Einschätzung der Autoren nicht in allen Branchen gleich stark bemerkbar machen. Demnach sei zu erwarten, dass die Konsequenzen auf den Arbeitsmarkt bei Ingenieuren und Informatikern durch den bisherigen Fachkräftemangel moderat ausfallen.

Im Erhebungszeitraum der Staufenbiel JobTrends-Studie schrieben die befragten Unternehmen insgesamt über 130.000 freie Stellen aus, die Hälfte davon für Berufseinsteiger und Young Professionals. Von den freien Stellen profitierten in erster Linie Wirtschaftswissenschaftler mit über 90.000 Angeboten, gefolgt von Ingenieuren mit knapp 36.000 unbesetzten Stellen.

Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik sind die drei begehrtesten Fachrichtungen bei Unternehmen. Das Ergebnis zeigt das große Interesse der Arbeitgeber an Akademikern, die spezifische Fachkenntnisse mit unternehmerischen Fähigkeiten verbinden.

Höchste Einstiegsgehälter für Ingenieure und Informatiker

Die meisten Unternehmen zahlen im Schnitt Einstiegsgehälter zwischen 38.000 und 41.000 Euro. Ingenieure und Informatiker erhalten bei Berufseinstieg mehr als 40.000 Euro. Nur bei Spitzengehältern bis 50.000 Euro liegen Einsteiger aus wirtschafts- und naturwissenschaftlichen Studiengängen weiter vorne.

Geistes- und Sozialwissenschaftler erwarten die schlechtesten Gehaltsaussichten: jedes dritte Unternehmen zahlt ihnen beim Einstieg nicht mehr als 35.000 Euro. Neben dem festen Monatsgehalt zahlen über 80 Prozent der Unternehmen erfolgsabhängige Boni und Prämiensysteme, knapp drei Viertel bieten eine betriebliche Altersversorgung.

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