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INMS-Studie zu angeblichen Einsparpotenzialen im Gesundheitswesen in Milliardenhöhe

Kritik an der oberflächlichen Betrachtungsweise der Studie

Die "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" (INSM) ist eine Plattform, die sich nach eigener Definition der sozialen Marktwirtschaft verpflichtet fühlt. Finanziert wird dieses Netzwerk von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie. INMS ließ das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) und die Universität Duisburg-Essen eine Studie zu Effizienzreserven im Gesundheitswesen erstellen, in der angebliche Einsparpotenziale in Milliardenhöhe aufgedeckt werden.

Josef Kammermeier, Vizepräsident im Verband Freier Berufe in Bayern, kritisiert Qualität und politische Aussage dieser Arbeit. "Einem Parforceritt gleich werden 9,8 Mílliarden Euro Einsparpotenzial im Gesundheitswesen errechnet." Dabei gestehen die Autoren selbst ein, einfach Annahmen getroffen zu haben. In einem Top-down-Ansatz werden Vergleiche zwischen den Bundesländern gezogen. Die Referenzmarken im unteren Bereich gelten dann als Benchmark für die erhofften Einsparungen. "Die Diskussion im Gesundheitswesen über den Rechenschieber lösen zu wollen, offenbart die unzureichende Sachkompetenz", so Kammermeier. "Entwaffnend ist auch die Äußerung der Verfasser, vertiefende Studien seien in sechs Wochen nicht zu bewerkstelligen gewesen".

Nun hoffen die Autoren, mit ihren Behauptungen den einheitlichen Beitragssatz im Gesundheitswesen um bis zu 1% senken zu können. Die Handelnden im Gesundheitswesen werden sich wohl schwerlich von den getroffenen Aussagen überzeugen lassen. Kammermeier wirft deshalb die Frage auf, ob sich Initiatoren wie Verfasser mit den oberflächlichen Betrachtungen einen Gefallen getan haben. "Wettbewerbliche Ansätze als Problemlöser lassen sich leicht fordern. Wir Freien Berufe stellen dem die grundsätzlichen Strukturvorteile unseres dezentralen Ansatzes der Berufsausübung gegenüber."

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