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Wirtschaftskrise bei den Freiberuflern angekommen
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Appell an die Kanzlerin
Die Wirtschaftskrise schlägt inzwischen auch bei den Freiberuflern durch. Nach Aussage von Arno Metzler, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Freien Berufe, sind bei den rund eine Million Anwälten, Steuerberatern, Ärzten oder Architekten mit ihren 2,9 Millionen Beschäftigten mittelfristig rund 400 000 Arbeitsplätze bedroht. Nach seiner Erinnerung hat es in den letzten Jahrzehnten keine so schwierige wirtschaftliche Lage für die Selbstständige gegeben.
Bei Architekten und Ingenieuren war die Krise zuerst angekommen, da Investoren Bauaufträge aufgeschoben oder sogar storniert haben. Die Heilberufe fürchten, angesichts steigender Arbeitslosenzahlen sinkende Kassenbeiträge, die auf die Versorgungsvolumina durchschlagen könnten. Die Nachfrage nach Beratung durch Rechtsanwälte und Steuerberatern ist zwar in der Krise höher. Gleichzeitig sind die gewerblichen Mittelständler aber weniger liquide und können sich oft die Honorare nicht mehr leisten, so dass auch dieser Berufszweig von der Wirtschaftskrise nicht verschont bleiben wird.
Der Bundesverband der Freien Berufe hat deshalb anlässlich der Veranstaltung zu seinem 60-jährigen Bestehen am 4- März 2009 an Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert, nicht nur über Hilfen für Opel und andere große Industrieunternehmen nachzudenken. "Die Politik muss auch den kleinen Freiberuflern bei Betriebsmittelkrediten helfen, um die eigene Liquidität zu sichern und sich auch gegen Risiken wie etwa Insolvenzen von Dritten zu sichern". Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) müsse spezielle Beratungshilfe gewährt werden. Außerdem müsse sichergestellt werden, dass der höhere Krisenberatungsbedarf bezahlt werden kann. Schließlich sollte vor allem die öffentliche Hand die Zahlung von Rechnungen nicht so lange zurückhalten, um die eigenen Haushalte zu entlasten.![]()



