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Tag der Freien Berufe 2009 in Berlin
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Bundeskanzlerin und Leitbild
Zu seinem 60-jährigen Bestehen hatte der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) am 4. März 2009 nach Berlin eingeladen.
Neben Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, die als Ehrengast zum Jubiläum der Freien Berufe gekommen war, durfte der BFB auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und Bundesjustizminsterin Brigitte Zypries begrüßen. In ihrer Ansprache unterstrich Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel die Bedeutung der Freien Berufe mit den Worten „Ich möchte, dass sie als Freiberufler nicht nur einen 60., sondern auch noch einen 100. Geburtstag feiern können.“ Diesem Ausblick fügte die Kanzlerin aber auch hinzu, dass die Freiberufler „sich an einigen Stellen natürlich den neuen Zeiten anpassen müssen.“
Genau an diesem Punkt setzt das auf der Veranstaltung präsentierte und diskutierte Leitbild an, das gemeinsam mit einer unabhängigen Expertengruppe renommierter Wissenschaftler erarbeitet wurde. Denn wie der praktische Alltag des Freiberuflers, entwickelt sich auch dessen Selbst- aber auch Fremdbild ständig fort, muss an Entwicklungen angepasst werden und gesellschaftliche Veränderungen reflektieren. So wurde die Rolle der Freien Berufe in der Gesellschaft zukunfts- und auch europafest beschrieben.
Wie ein roter Faden zog sich das Leitbild auch als Wertekanon durch die gesamte Veranstaltung. Nach seiner Eröffnungsrede und einführenden Worten übergab BFB-Vizepräsident Prof. Dr. Wolfgang Ewer das Mikrofon an die Landesbischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, an Dr. Margot Käßmann. Knapp 800 Gäste folgten ihrem Impulsreferat über Werte, Grundsätze und Leitbilder. Somit war der Boden bereitet für eine vertiefte Podiumsdiskussion, die die Leiterin des Wirtschaftspolitischen Ressorts der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Heike Göbel moderierte. Gemeinsam wurde die Frage „Braucht die Gesellschaft noch Freie Berufe?“ gewendet. Und zwar von Dr.-Ing. Volker Cornelius, dem Präsidenten des Verbandes Beratender Ingenieure, Dr. med. dent. Peter Engel, dem Präsidenten der Bundeszahnärztekammer, RA Axel C. Filges, dem Präsidenten der Bundesrechtsanwaltskammer, Dr. med. Andreas Köhler, dem Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Prof. Dr. rer. pol. Andreas Suchanek, dem Inhaber der DOW-Forschungsprofessur für Nachhaltigkeit und Globale Ethik an der Handelshochschule Leipzig und Dr. Margot Käßmann.
Auch der Präsident des BFB, Dr. Ulrich Oesingmann, griff in seiner Rede das Leitbild auf, „als Richtschnur, auf die wir uns in eigener Entscheidung, aber auch Verantwortung einschwören.“ Und verwies auf handliche zehn Thesen, die im Leitbild enthalten sind - verbunden mit dem Wunsch, dass es „uns allen innerer und gemeinsamer Kompass werde.“ So betonte Oesingmann die Alleinstellungsmerkmale der Freiberufler wie deren Vorbildfunktion in punkto Vertrauen und ihre Gemeinwohlverpflichtung. Um besonders diese auch in wirtschaftlich stets herausfordernder werdenden Zeiten auch leisten zu können, mahnte Oesingmann vielfältige tagesaktuell-politische Weichenstellungen an.![]()



