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Antrittsbesuch des VFB in der Bayerischen Staatskanzlei
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VFB im Gespräch mit Staatsminister Siegfried Schneider
Am 13. März 2009 war der
In dem Gespräch wurden die Themen "Freie Berufe in bewegten Zeiten", "Neuordnung des Gesundheitswesens - Gesundheitsfonds" und "Zukunft der privaten Krankenversicherung" angesprochen. Außerdem wurde die Möglichkeit von Kunstausstellungen in den Räumen der Staatskanzlei und Förderung von Auslandsausstellungen ausgelotet.
1. Freie Berufe in bewegten Zeiten
Herr Dr. Kempter sprach zunächst die Position der Freien Berufe in Europa an. Insbesondere beklagte er, dass sich die Europäische Wettbewerbskommission für eine Abschaffung der Gebührenordnungen stark mache und die Freien Berufe hier immer wieder unter Druck setze.
Ein weiteres Thema, das den Freien Berufen aktuell zu schaffen mache, sei die derzeitige gesetzliche Regelung des Zeugnisverweigerungsrechtes für Berufsgeheimnisträger in der Strafprozessordnung, welche eine Differenzierung zwischen den verschiedenen Berufsgeheimnisträgern vornehme. Hier müsse eine Änderung des § 160 a der Strafprozessordnung insoweit erfolgen, dass sämtliche Berufsgeheimnisträger umfassend geschützt seien. Der VFB begrüße den zu diesem Thema von der FDP-Bundestagsfraktion vorgelegten Gesetzesentwurf und bittet um Unterstützung.
Schließlich stehen die Freien Berufe dem neuen bayerischen Versammlungsrecht, welches die Freiheitsrechte zu stark einschränke, kritisch gegenüber. Herr Dr. Kempter sieht die große Gefahr, dass das, was jetzt rechtsstaatlich umgesetzt wird, in falsche Hände geraten könnte. Ein rechts- oder linksradikaler Machthaber könnte die zur Zeit verabschiedeten Gesetze gegen die Demokratie anwenden ohne überhaupt noch etwas an diesen ändern zu müssen.
Herr Kammermeier stellte das vom Bundesverband der Freien Berufe erarbeitete Leitbild der Freien Berufe vor. Es gelte dieses Leitbild, welches gleichzeitig ein gesellschaftliches sei, nach Europa zu tragen. Herr Dr.
2. Neuordnung des Gesundheitswesens - Gesundheitsfonds
Herr Dr.
Herr Dr.
Staatsminister Schneider erwiderte hierzu, dass auch ihm die derzeitige Intransparenz nicht einleuchte, da eine Aufschlüsselung der Leistungen und der Preise wie in der privaten Krankenversicherung genauso auch in der gesetzlichen Krankenversicherung erfolgen könnte.
Zum Gesundheitsfonds erklärte der Staatsminister, dass hier Ziel der Bayerischen Staatsregierung eine Abschaffung des Fonds sei. Das Thema werde auch im Bundestagswahlkampf eine Rolle spielen, auch wenn Bundeskanzlerin Merkel das Thema im Bundestagswahlkampf zunächst ausblenden wollte.
Herr Dr.
3. Möglichkeit von Kunstausstellungen in den Räumen der Bayerischen Staatskanzlei und Förderung von Auslandsausstellungen
Herr von
Auch was Auslandsausstellungen anbelange, seien die Aktivitäten der Bayerischen Staatsregierung zurück gegangen. Bei Präsentationen des Freistaates Bayern im Ausland müsse sich auch die bayerische Kunst präsentieren können.
Schließlich sei auch eine mögliche Ausweitung der Staatsgeschenke in Erwägung zu ziehen.
Staatsminister Schneider versprach diese Vorschläge zu prüfen.![]()



