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Antrittsbesuch des VFB im Bayerischen Staatsministerium des Innern
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VFB im Gespräch mit Staatsminister Joachim Herrmann
Am 5. Mai 2009 war der
In dem Gespräch wurden die Themen "Zeugnisverweigerungsrecht der Freien Berufe", "Novellierung der HOAI und Neufassung der VOF", "Datenschutz" sowie das Thema "Kunst und Bauen" angesprochen.
1. Zeugnisverweigerungsrecht der Freien Berufe
Herr Dr. Kempter machte deutlich, dass die derzeitige gesetzliche Regelung des Zeugnisverweigerungsrechtes für Berufsgeheimnisträger in der Strafprozessordnung, welche eine Differenzierung zwischen den verschiedenen Berufsgeheimnisträgern vornimmt, die Freien Berufe belastet. Insbesondere die Unterscheidung zwischen Strafverteidigern einerseits und "normalen" Rechtsanwälten andererseits sei kontraproduktiv. Folge sei nämlich ein Ende der vertraulichen Gespräche zwischen Rechtsanwalt und Mandant, so dass dem Rechtsanwalt die Möglichkeit genommen werde zum Beispiel in steuerrechtlichen Fragen einen Weg in die Legalität zu weisen. Der
Staatsminister Herrmann stimmte Herrn Dr. Kempter zu, dass eine Unterscheidung zwischen Strafverteidigern und Rechtsanwälten nicht gerechtfertigt sei. Bei anderen Berufsgeheimnisträgern wie beispielweise Journalisten sehe er die Sache anders. Auch müsse man stets eine gewisse Differenzierung vornehmen, etwa nach der Art des Eingriffs, der Schwere der Tat etc. Die Möglichkeit, ein Verbrechen zu verhindern, rechtfertige seiner Meinung nach einen stärkeren Eingriff als die Möglichkeit ein Verbrechen aufzuklären, da im letzteren Fall das Rechtsgut bereits verletzt worden sei. Der zu diesem Thema von der FDP-Bundestagsfraktion vorgelegte Gesetzesentwurf, der eine Änderung des § 160 a der Strafprozessordnung insoweit vorsieht, dass sämtliche Berufsgeheimnisträger umfassend geschützt sind, gehe ihm deshalb zu weit, sicherlich lasse sich hier aber ein Kompromiss finden.
2. Novellierung der HOAI und Neufassung der VOF
Herr
Staatsminister Herrmann erklärte, ihm sei bewusst, dass Architekten und Ingenieure in einer schwierigen Lage seien. Der Freistaat Bayern leiste aber einen gewissen Beitrag, da er größter Auftraggeber im Baubereich sei.
Herr Dr. Kempter bedankte sich für die Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung im Gesetzgebungsverfahren zur Novellierung der HOAI. Herr
3. Datenschutz
Herr Dr. Kempter sprach die aktuellen Datenskandale bei der Telekom, der Bahn und Lidl an. Beim Arbeitnehmerdatenschutz müsse der Gesetzgeber Ausgewogenheit zeigen. Staatsminister Herrmann erklärte, dass es einen gewaltigen Unterschied mache, ob der Arbeitnehmerdatenschutz als Teilkapitel im Bundesdatenschutzgesetz geregelt werde oder aber in einem eigenen Arbeitnehmerdatenschutzgesetz. Da die Federführung im ersten Fall beim Innenministerium liege und im zweiten Fall beim Arbeitsministerium, habe dies Konsequenzen bei der ideologischen Ausrichtung.
Herr
Staatsminister Herrmann erklärte, dass das Bayerische Staatsministerium des Innern hier keine Zuständigkeiten besitze. Das Problem sei, dass das Amtsgericht Charlottenburg diese Einsichtnahme in die Verbräuche als unproblematisch ansieht. Er werde aber veranlassen zu prüfen, inwieweit hier Einfluss genommen werden könne.
4. Kunst und Bauen
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