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Arztbewertungsportale im Internet

Bayerns Vertragszahnärzte bieten Alternativen zum „Arzt-Navigator“

Durch das „Spickmich-Urteil“ des Bundesgerichtshofes fühlen sich auch die Betreiber von Arztbewertungsportalen im Internet gestärkt. So will die AOK nun möglichst schnell ihren „Arzt-Navigator“ starten mit welchem Patienten ihren Arzt benoten können.

Bei den bayerischen Vertragszahnärzten stoßen Arztbewertungsportale nach wie vor auf scharfe Kritik. Dr. Janusz Rat, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB) sieht in dem Vorhaben der AOK vor allem ein Marketinginstrument der Krankenkasse, welches weder objektiv, noch repräsentativ, noch manipulationssicher und deshalb kein geeignetes Instrument zur Qualitätssicherung im Gesundheitswesen ist.

Tatsächlich kranken die bisher von privaten Unternehmen wie Topmedic, DocInsider, Imedo und Jameda angebotenen Portale daran, dass für viele Ärzte nur wenige Bewertungen vorliegen, so dass die Missbrauchsgefahr relativ hoch ist. So könnten zum Beispiel Ärzte versuchen Konkurrenten schlecht zu bewerten, was nur schwer auszuschließen ist.

Dagegen steht der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), Dr. Axel Munte, dem Vorhaben der AOK offen gegenüber. Zwar sieht auch er die Gefahr, dass eine Art öffentlicher Pranger für Ärzte im Internet aufgebaut wird und dass das Vertrauensverhältnis zwischen Ärzten und Patienten auf diese weise Schaden nimmt. Er geht aber davon aus, dass ein solches Bewertungsportal bei entsprechender Ausgestaltung manipulationsfrei funktionieren kann und dass die AOK mit entsprechender Seriosität an die Sache herangeht.

Zwar hat auch Rat dafür Verständnis, dass Patienten eine zweite Meinung wünschen. Doch ist er der Auffassung, dass nur ein Zahnarzt den Therapievorschlag eines Zahnarztes beurteilen kann und verweist auf die kostenlose Zahnarzt-Zweitmeinung der KZVB. Bereits seit drei Jahren können gesetzlich versicherte Patienten, die Zahnersatz benötigen, den Heil- und Kostenplan ihres Zahnarztes von einem unabhängigen Beratungszahnarzt überprüfen lassen. Diesen Service gibt es zwar nur in den Zahnärztehäusern in München und Nürnberg. „Doch vor einer Behandlungs- und Investitionsentscheidung nehmen viele Versicherte für eine zweite Meinung auch einen weiten Anfahrtsweg in Kauf, berichtet Rat. Der Beratungszahnarzt der KZVB schaut sich den Gebisszustand des Patienten an und überprüft den Heil- und Kostenplan.    

Durch das „Spickmich-Urteil“ des Bundesgerichtshofes fühlen sich auch die Betreiber von Arztbewertungsportalen im Internet gestärkt. So will die AOK nun möglichst schnell ihren „Arzt-Navigator“ starten mit welchem Patienten ihren Arzt benoten können.

Bei den bayerischen Vertragszahnärzten stoßen Arztbewertungsportale nach wie vor auf scharfe Kritik. Dr. Janusz Rat, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB) sieht in dem Vorhaben der AOK vor allem ein Marketinginstrument der Krankenkasse, welches weder objektiv, noch repräsentativ, noch manipulationssicher und deshalb kein geeignetes Instrument zur Qualitätssicherung im Gesundheitswesen ist.

Tatsächlich kranken die bisher von privaten Unternehmen wie Topmedic, DocInsider, Imedo und Jameda angebotenen Portale daran, dass für viele Ärzte nur wenige Bewertungen vorliegen, so dass die Missbrauchsgefahr relativ hoch ist. So könnten zum Beispiel Ärzte versuchen Konkurrenten schlecht zu bewerten, was nur schwer auszuschließen ist.

Dagegen steht der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), Dr. Axel Munte, dem Vorhaben der AOK offen gegenüber. Zwar sieht auch er die Gefahr, dass eine Art öffentlicher Pranger für Ärzte im Internet aufgebaut wird und dass das Vertrauensverhältnis zwischen Ärzten und Patienten auf diese weise Schaden nimmt. Er geht aber davon aus, dass ein solches Bewertungsportal bei entsprechender Ausgestaltung manipulationsfrei funktionieren kann und dass die AOK mit entsprechender Seriosität an die Sache herangeht.

Zwar hat auch Rat dafür Verständnis, dass Patienten eine zweite Meinung wünschen. Doch ist er der Auffassung, dass nur ein Zahnarzt den Therapievorschlag eines Zahnarztes beurteilen kann und verweist auf die kostenlose Zahnarzt-Zweitmeinung der KZVB. Bereits seit drei Jahren können gesetzlich versicherte Patienten, die Zahnersatz benötigen, den Heil- und Kostenplan ihres Zahnarztes von einem unabhängigen Beratungszahnarzt überprüfen lassen. Diesen Service gibt es zwar nur in den Zahnärztehäusern in München und Nürnberg. „Doch vor einer Behandlungs- und Investitionsentscheidung nehmen viele Versicherte für eine zweite Meinung auch einen weiten Anfahrtsweg in Kauf, berichtet Rat. Der Beratungszahnarzt der KZVB schaut sich den Gebisszustand des Patienten an und überprüft den Heil- und
Kostenplan.

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