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Verband Freier Berufe in Bayern e.V.

"Gesundheitsfonds - So nicht!" Drucken E-Mail
KVB startet Initiative gegen den Gesundheitsfonds

Am 7. Mai 2008 fand mit zeitgleichen Pressegesprächen in München und Stuttgart der Auftakt der Kampagne der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) gegen den Gesundheitsfonds statt. Die flächendeckende Kampagne soll verhindern, dass sich die ambulante medizinische Versorgung in Bayern massiv verschlechtert. Sollte der Gesundheitsfonds und die damit verbundene Honorarreform wie vom Gesetzgeber beschlossen zum 1.1.2009 eingeführt werden, droht laut Dr. Gabriel Schmidt, erster stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVB, ein Abfluss bayerischer Versichertengelder in einer Größenordnung von bis zu einer halben Milliarde Euro jährlich. In den Praxen der Haus- und Fachärzte Bayerns wäre dadurch mit Umsatzeinbußen in einer Größenordnung von zehn bis zwanzig Prozent zu rechnen.

Der Verband Freier Berufe in Bayern e.V. unterstützt als einer von mehreren Partnern die Informationskampagne der KVB. Dr. Wolfgang Heubisch, Präsident des Verbandes Freier Berufe in Bayern war beim Kampagnenstart in München am 7. Mai 2008 vor Ort. Mit Plakaten, Flyern und einer eigenen Internetseite - www.gesundheitsfonds-so-nicht.de - sollen die Versicherten auf die Problematik aufmerksam gemacht werden und die Einführung des Fonds in der bisher beschlossenen Form verhindert werden. Wie der Vorstandsvorsitzende der KVB, Dr. Axel Munte, im Rahmen des Pressegesprächs in München erklärte, gehe es aber nicht um eine reine Verweigerungshaltung. Die KVB wolle vielmehr deutlich machen, dass sie die durch den Fonds in seiner jetzigen Form zentralistisch organisierte Staatsmedizin ablehne. Die KVB sehe die Notwendigkeit zu einer grundlegenden Reform und stehe bereit, um ihren Beitrag zur nachhaltigen Sicherung des Gesundheitssystems zu leisten.