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Sinn prognostiziert dauerhaften Aufschwung
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Eine lang anhaltenden Trendwende zum Besseren prognostiziert der Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung e. V., Prof. Dr. Hans-Werner Sinn für Deutschland, weil ein neu erwachtes Risikobewusstsein die Banken veranlasse, das Geld der Sparer wieder zu Hause zu verleihen. In einem Vortrag vor dem Verband Freier Berufe in Bayern (VFB) warnte Sinn jedoch gleichzeitig vor den Risken jenes 750 milliardenschweren Rettungspaketes, das die Finanzminister der EU-Staaten Anfang Mai in Brüssel beschlossen haben. Deutschland haftet für die verschiedenen Hilfsprogramme mit mehr als 200 Milliarden Euro. Würden diese Rettungspakete verlängert, breche der Aufschwung wieder ab, weil dann das Kapital wieder weglaufe. Sinns These: Höheren Zinsen auf die Staatspapiere der Schuldenländer stehen künftig niedrigere Zinsen in Deutschland gegenüber. Auch die deutschen Unternehmen könnten sich über niedrigere Zinsen freuen.
Im Hinblick auf das angekündigte Insolvenzverfahren für hoch verschuldete Staaten müsse sichergestellt werden, dass auch die Gläubiger von Staatsanleihen „zur Kasse gebeten“ werden. Keinesfalls dürften die Zusagen des Rettungsschirms über den Zeitraum von drei Jahren fortgeschrieben werden. Eine klare Absage erteilte der Ordinarius für Volkswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München dem Vorhaben einer „europäischen Transferunion“. Man müsse der Bundesregierung bei dem Versuch, das Portemonnaie geschlossen zu halten, den Rücken stärken.
Der Verband Freier Berufe und seine 40 Mitliedsorganisationen vertreten die Interessen von 180.000 Freiberuflern, darunter die freien Heilberufe, rechts- und steuerberatende Berufe, Architekten, Ingenieure und Sachverständige sowie Bildende Künstler. Im Juni feierte der VFB sein 60-jähriges Bestehen. Präsident des Verbandes ist der Münchner Rechtsanwalt Dr. Fritz Kempter.



