| Tag der Freien Berufe 2009 |
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Auf große Resonanz ist der diesjährige Tag der Freien Berufe 2009 am 9. Juli gestoßen. Im Haus der Bayerischen Wirtschaft in München kamen an die 120 Freiberufler zusammen, um mit hochrangigen Vertretern aus der Politik über die Forderungen der Freien Berufe zur bevorstehenden Bundestagswahl zu diskutieren. In seinem Einführungsvortrag „Nach der Wahl ist vor der Wahl - Freie Berufe stärken“ beschrieb der Präsident des Verbandes Freier Berufe in Bayern, Dr. Fritz Kempter, die Bedeutung der Freien Berufe für die Gesellschaft und betonte dabei insbesondere, dass sich Freie Berufe bei ihrer Berufsausübung primär nicht von den Erwerbsaussichten leiten lassen, sondern im Dienste wichtiger Gemeingüter wie der Gesundheit, des Rechtsstaates, der Sicherheit und der Kunst stehen und so dem Gemeinwohl dienen. Schließlich stellte er die Forderungen der Freien Berufe zur Bundestagswahl vor, über die in der anschließenden Podiumsdiskussion mit Stephan Mayer (CDU/CSU-Bundestagsfraktion), Prof. Dr. Peter Paul Gantzer (SPD-Landtagsfraktion), Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP-Bundestagsfraktion), Jerzy Montag (Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen) ausführlich diskutiert wurde. Rechtsanwalt Peter Knüpper, der den Abend professionell moderierte, animierte durch seine sachkundigen Fragen zu den Themenbereichen Wirtschafts-, Gesundheits-, Rechts- und Kulturpolitik zu einer angeregten Diskussion. Beim Themenbereich Wirtschaftspolitik debattierten die Abgeordneten, ob es Steuererleichterungen für Leistungsträger geben solle. Während die Abgeordneten Mayer, Gantzer und Leutheusser-Schnarrenberger die Entlastung der Leistungsträger in Aussicht stellten, sah Jerzy Montag von den Grünen hierfür angesichts der derzeitigen Wirtschaftslage keinen Spielraum. Der Gesundheitsfonds, Abschaffung der privaten Krankenversicherung und die Beibehaltung des Kollektivvertragssystems waren Diskussionspunkte, welche beim Themenbereich Gesundheitspolitik zur Sprache kamen. Im Rahmen des Themenkomplexes Rechtspolitik nahmen die Vertreter aus der Politik zum BKA-Gesetz und zur Telekommunikationsüberwachung Stellung. Insbesondere wurde hier über den unterschiedlich ausgestalteten Schutz der Berufsgeheimnisträger vor Abhörmaßnahmen debattiert. Während Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Jerzy Montag einen absoluten Schutz sämtlicher Berufsgeheimnisträger einforderten, lehnten Prof. Dr. Peter Paul Gantzer und Stephan Mayer dies mit dem Hinweis auf das aktuell hohe Bedrohungspotenzial ab. Einig waren sich sämtliche Diskussionsteilnehmer im Bereich der Kulturpolitik, dass hier eine Verbesserung der Position der Künstler im Urhebervertragsrecht unbedingt notwendig sei. Beim anschließenden Empfang wurden die begonnenen interessanten Diskussionen von den Teilnehmern noch angeregt fortgeführt.
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