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Zahnarzt neuer Präsident der Freien Berufe in Bayern

Michael Schwarz aus Bernau führt künftig den Verband Freier Berufe in
Bayern – Ehrenpräsidentschaft für Vorgänger Dr. Fritz Kempter

Schwarz Kempter

Michael Schwarz und Dr. Fritz Kempter

Aigner Schwarz

Staatsministerin Ilse Aigner und Präsident Michael Schwarz


Die Delegiertenversammlung des Verbands Freier Berufe (VFB) hat den Zahnarzt Michael Schwarz aus Bernau/Chiemsee am 14. November 2016 einstimmig zum Nachfolger von Dr. Fritz Kempter gewählt. Der scheidende Präsident, der Rechtsanwalt Dr. Kempter, hatte den Verband 8 Jahre lang geführt und 18 Jahre die Arbeit im Vorstand mitgeprägt. „Eine Ära geht zu Ende“, sagte Laudatorin Ilse Aigner, Bayerns Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (StMWi). Sie bezeichnete den VFB als DNA der Freien Berufe, der Vorbildfunktion besäße.


Ilse Aigner bekannte sich auch zur freiberuflichen Selbstverwaltung. Freiheit sei ein prägendes Merkmal der Freien Berufe, zu denen auch die Selbstverwaltungen der Berufsstände niedergelassener Ärzte, Zahnärzte, Ingenieure, Rechtsanwälte, Apotheker, Steuerberater, Architekten, Psychotherapeuten gehörten. In den vergangenen 15 Jahren habe sich die Zahl der Selbstständigen in den Freien Berufe fast verdoppelt, während insgesamt die Selbstständigen im gleichen Zeitraum nur um 8 Prozent gewachsen seien. Bei einer Gruppe von über einer halben Million Freiberufler tue die Politik gut daran, ihr keine weiteren Steine in den Weg zu legen. Damit meinte sie insbesondere die Bestrebungen der EU-Kommission die Selbstverwaltungen zu deregulieren. Man müsse auch in Brüssel für die Freien Berufe eintreten, damit bewährte Strukturen nicht zerstört würden, wurde die Staatsministerin deutlich. „Nach den Erfahrungen mit dem Brexit ist es zwingend erforderlich, dass die EU sich überlegt, was sie kontrolliert und was nicht.“


Michael Schwarz sieht als neuer Präsident des Verbands Freier Berufe in Bayern den Wandel der Berufsstände als größte Herausforderung für den Verband. „Frauen prägen zunehmend unsere Berufsstände. Wie schaffen wir es, Frauen und die junge Generation zu begeistern und einzubinden?“, so seine rhetorische Frage, die er bestärkt durch Ministerin Aigner beantwortete: „Vielleicht sollten wir die Philosophie der Freien Berufe nach Brüssel tragen und damit ein stärkeres Europa bauen.“


Die Delegiertenversammlung des VFB hat mit Michael Schwarz einen Europa-Kenner an die Spitze des Verbands gewählt. Er ist seit 2004 Mitglied im EU-Arbeitskreis der Bundeszahnärztekammer und leitet seit 2010 das Referat Freie Berufe, Mittelstand/Europa der Bayerischen Landeszahnärztekammer (BLZK). Zuvor lenkte er neun Jahre lang als Präsident die Bayerische Landesärztekammer die Geschicke von
15.000 bayerischen Zahnärzten/innen. In den vergangenen vier Jahren stand er als Vizepräsident im Verband Freier Berufe in Bayern Dr. Kempter zur Seite. Dr. Kempter wurde für seine Verdienste für die Freien Berufe während der Delegiertenversammlung zum Ehrenpräsident des VFB ernannt.


Neu im Vorstand sind künftig Dr. Thomas Kuhn, Vizepräsident der Rechtsanwaltskammer München, Dr. Markus Beck, Vorstandsmitglied der Bayerischen Landesärztekammer und Karlheinz Beer, Vizepräsident der Bayerischen Architektenkammer und Vorsitzender des Bundes Deutscher Architekten, Landesverband Bayern.


Für Rückfragen: Anita Wuttke, Agentur für Pressearbeit media-dent, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 089/720 69 022